Telefonnummer: (01) 804 70 22

1120 Wien, Hetzendorfer Straße 52 - 54
Eingang Eckartsaugasse 5/2  Zum Stadtplan

Diagnostik

Chronische Wunden – was steckt dahinter? Einfach, werden die einen sagen, unmöglich, die anderen.
Wir werden mit einer Wunde konfrontiert, und wir behandeln die Wunde, doch, der entscheidende Punkt ist, was ist die Ursache der Wunde. Schneide ich mich mit dem Messer in den Daumen, ist alles klar – eine Schnittverletzung, Pflaster und in zehn bis vierzehn Tagen ist alles verheilt und vergessen. Die Diagnose lautet Schnittverletzung, die Ursache war das Messer. Aber wie ist das bei chronischen Wundheilungsstörungen? Die Diagnose, chronische Wundheilungsstörung ist schnell gestellt ...... eine Wunde, die nicht und nicht heilen will.

Die Ursache, besser gesagt die Ursachen, sind jedoch mannigfaltig. Oft sind es mehrere Ursachen. Wir alle wissen um unsere Risikofaktoren Bescheid. Je mehr Risikofaktoren, desto mehr Ursachen können hinter einer chronischen Wundheilungsstörung stecken. Nun liegt es an uns, herauszufinden, was dahintersteckt. Dass heißt, wir werden Sie befragen, ein Gespräch – allgemeine Risikofaktoren, wie Bewegungsarmut, Rauchen, eventuell Alkohol, Stress, oder vorhandene oder stattgehabte Erkrankungen, wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, Diabetes mellitus etc.

Dieses Erstgespräch ist wichtig. Unsere Gespräche unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht, niemand erfährt etwas, aber wir erwarten von Ihnen, dass Sie uns unterstützen und nichts verschweigen. Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Wir werden Sie untersuchen, einfach unsere 5 Sinne einsetzen. Schon alleine dadurch erhalten wir weitere wichtige Hinweise. So nähern wir uns der Diagnose. Manchmal ist es nötig, weitere Untersuchungen zu veranlassen. Wir arbeiten hier mit anderen Spezialisten zusammen. Nehmen wir zum Beispiel einen Diabetiker mit einer chronischen Wunde an der Fußsohle.

Übergewicht, Raucher, Bewegungsarmut, Stress, zu hohe Blutfette ....... falsches Schuhwerk, und die Wunde heilt nicht. Sechs Wochen sind vergangen – Wundbehandlung wurde mehr oder minder professionell durchgeführt. Nun hat sich auch noch eine Entzündung dazugeschlagen. Hier ist es nun entscheidend, neben der lokalen Wundversorgung, rasch zu einer Diagnose zu kommen, alle Risikofaktoren zu untersuchen. Blutabnahme, Wundabstrich, Röntgenuntersuchungen ( um entzündliche Knochenveränderungen zu erkennen ), evtl. eine Angiographie ( um Gefäßverengungen auszuschließen ), die Durchführung einer Nervenleitgeschwindigkeitsmessung etc. etc. – alles Maßnahmen um rasch und effizient die Diagnose zu stellen. Nur wenn wir die richtige Diagnose gestellt haben, können wir gezielt behandeln – das ist eine Voraussetzung für die Therapie.