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Therapie

Die Therapie chronischer Wundheilungsstörungen ist diffizil und muss auf das gesamte Umfeld der medizinischen Lehre zugreifen.
Es ist nicht damit abgetan, Verbände zu wechseln und Wundauflagen nach Schema F, gleich einem Kochrezept, anzuwenden. Vielmehr erfordert es Erfahrung und Sensibilität.
Jede chronische Wunde gibt uns Zeichen, ja, sie will uns etwas mitteilen.
Oft ist es nötig, der Wunde Ruhe zu geben, sie zur Ruhe kommen zu lassen. Schrittweise gibt sie dann ihre Bedürfnisse preis. Oft ist weniger mehr.
Natürlich sind gewisse Grundregeln zu beachten.
Schonung, Ruhe – dies wird bei Wunden an den Belastungszonen durch Entlastung erreicht – der Entlastungsschuh, die orthopädischen Schuhe.
Die Wunde darf nicht nass werden. Bakterien, oft körpereigene, gelangen durch Feuchtigkeit in die Wunde und können schwere Entzündungen verursachen. Daraus ergibt sich dann die Notwendigkeit, Antibiotika zu verordnen.
Sie sehen, es gibt essentielle Maßnahmen zur Therapie, die Sie beitragen können.
Ein wesentlicher therapeutischer Schritt ist die lokale Wundbehandlung in der Ordination. Im Rahmen Ihrer Behandlung wird die Wunde debridmiert, dass heißt, die Wunde wird chirurgisch gereinigt. Nur dem Erfahrenen gelingt es, die Wunde von Zellrückständen, abgestorbenem Gewebe zu säubern. Dies ist eine immens verantwortungsvolle Tätigkeit und ist in hohem Maße entscheidend für den Therapieerfolg. Durch die Reinigung schaffen wir die Basis für das Zellwachstum und bereiten das Wundbett für die Wundauflagen vor.
Natürlich sind in manchen Fällen intensivere chirurgische Eingriffe nötig – diese werden nach Aufklärung des Patienten ebenfalls in der Ordination vorgenommen.
Die ambulante Therapie chronischer Wunden erfordert von allen Beteiligten sehr viel Disziplin und Kooperation.