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Varzien - was tun?

Die Aufgabe des venösen Systems besteht darin, sauerstoffarmes Blut zum Herzen zurückzubefördern. Über den kleinen Kreislauf gelangt es in die Lunge, wird mit Sauerstoff angereichert und wird über die Arterien wieder der Peripherie zugeführt.
Parallel dem venösen System verläuft das Lymphatische System. Dieses hat die Aufgabe, Gewebeflüssigkeit – mit Schlacksubstanzen – dem Kreislauf zuzuführen. Erkrankungen des venösen Systems können somit auch zu Störungen des lymphatischen Systems führen.

Herzpumpfunktion, der entstehende Unterdruck bei der Atmung, sowie die MUSKELPUMPE sind für den Rückstrom des Blutes zum  Herzen verantwortlich.
Deshalb ist Bewegung mit Aktivierung der Muskulatur der Beine ein wesentlicher Bestandteil in der Prophylaxe von Krampfadern. Sitzen und Stehen sind schlecht, Bewegung ist gut.

Die CVI ( chronisch venöse Insuffizienz ) ist der Vorreiter der Varikositas
( Krampfadern ).
Venenklappen sollen verhindern, dass das venöse Blut, wenn wir unter dem Einfluss der Schwerkraft, Stehen, wieder in die Peripherie zurückströmt.
Ist der Schluss der Venenklappen nicht mehr vorhanden, strömt Blut in die Peripherie zurück.
Die Folgen sind müde, schwere Beine, zumeist verbunden mit Schwellungen im Knöchelbereich.

Vorbeugung: Bewegung, Hitze meiden, u.U. Kompressionsstrümpfe der KKL I

Wird die CVI nicht behandelt, können sich Krampfadern entwickeln.

Krampfadern sind dadurch charakterisiert, dass es sich um ein irreversibles Geschehen handelt. Die betroffenen Venenabschnitte sind geschädigt und physiologisch funktionslos.

Durch den venösen Rückstau können Komplikationen auftreten ( Blutungen, Gerinnsel, Geschwüre ).

Krampfadern müssen somit, als chronische Veränderung des venösen Systems einer Behandlung zugeführt werden.

Nicht jedes Krampfadernleiden muss operiert werden.

Konservative Maßnahmen bestehen in der CVI-Prophylaxe, sowie das Tragen von Kompressionsstrümpfen der KKL II.

Die operative Therapie ist indiziert, wenn konservative Behandlungen nicht greifen, oder Komplikationen auftreten.

Es gibt eine Vielfalt von Operationsmethoden, die jedoch individuell mit dem Patienten besprochen werden müssen – Stripping, Lasertherapie, minimal invasive Venenentfernung.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Ursache der Varikositas – die CVI – nicht wegoperiert werden kann. Somit ist die Nachbehandlung und Kontrolle, im Sinn der Therapie der CVI , vorrangig.

Varizen und Fliegen – hier entscheidet der behandelte Arzt über die Vorbeugemaßnahmen – Kompressionsstrumpf, blutverdünnende Medikamente.

Venenmedikamente sind eine begleitende Therapie bei CVI und Varikositas – durch ihre venentonisierende Wirkung kräftigen sie die Venenwand und den Klappenapparat.